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Ein Angestellter arbeitet in einer Werkshalle der Flender Ltd. in der Stadt Tianjin in Nordchina, 29. Juli 2022. (Xinhua/Yang Zichun)
TIANJIN, 26. Juni (Xinhua) -- Eine 12.000 Quadratmeter große Produktionsstätte des deutschen Unternehmens Big Dutchman in der regierungsunmittelbaren Stadt Tianjin in Nordchina läuft auf Hochtouren.
Ausrüstung für die Geflügelzucht rollt von den automatisierten Produktionslinien, und ein paar Arbeiter bedienen das intelligente System. Die sauber gestapelten Produkte in den Regalen an der Wand werden bald an Kunden in ganz China geliefert.
Das Unternehmen Big Dutchman wurde 1938 gegründet und ist einer der weltweit größten Anbieter von Fütterungssystemen und Stalleinrichtungen für die moderne Schweine- und Geflügelmast.
Die 1997 gegründete Niederlassung in Tianjin ist das einzige Produktions- und Logistikzentrum des Unternehmens in China und umfasst die Bereiche Marketing, Produktion, Dienstleistungen, Beschaffung und Logistik.
"China ist ein wichtiger Markt für das Geschäftswachstum des Unternehmens. Wir haben in China auch in Zukunft ein großes Entwicklungspotenzial", so Walter Benz, Chef von Big Dutchman China.
Nach 30 Jahren der Entwicklung in China ist das Geschäft von Big Dutchman in China auf dem Vormarsch und trägt mit einem jährlichen Produktionswert von rund einer Milliarde Yuan (etwa 139 Millionen US-Dollar) zu einem Achtel der weltweiten Gesamtproduktion des Unternehmens bei.
Derzeit hat das Unternehmen Kunden und Lieferanten in ganz China, und in vielen chinesischen Städten wie Guangzhou und Chengdu wurden Verkaufsniederlassungen eingerichtet.
Um dem Trend zur intelligenten Produktion in China gerecht zu werden und die chinesischen Kunden bei der Verwaltung ihrer Betriebe zu unterstützen, hat Big Dutchman umfangreiche Investitionen in digitalisierte Zuchtsysteme und -ausrüstung getätigt, um die Wettbewerbsfähigkeit seiner Produkte in China zu verbessern.
In naher Zukunft plant das Unternehmen den Bau seiner ersten Insektenfarm in China, um Biofutter für die Geflügelzucht bereitzustellen und die Industriekette zu erweitern. Zudem hat das Unternehmen beschlossen, ein neues automatisiertes Gewächshaus zu entwickeln, um das Produktportfolio zu erweitern.
Wie Big Dutchman arbeiten auch viele weitere deutsche Unternehmen, darunter Flender, ZF Friedrichshafen AG und Leybold, seit vielen Jahren gut mit Tianjin zusammen.
Laut einer Statistik des städtischen Handelsbüros von Tianjin gab es im Mai 2023 in Tianjin 471 Unternehmen mit deutschen Investitionen in den Bereichen Maschinenbau, Automobilbau sowie Elektrotechnik und Maschinenbau.
Die gesamten vertraglich vereinbarten Auslandsinvestitionen dieser Unternehmen betragen fast 5,7 Milliarden US-Dollar. Die tatsächlich getätigten Auslandsinvestitionen belaufen sich auf insgesamt mehr als vier Milliarden US-Dollar.
China ist seit sieben Jahren in Folge der wichtigste Handelspartner Deutschlands. Laut dem im März veröffentlichten Bericht des Instituts der deutschen Wirtschaft investierten deutsche Unternehmen im Jahr 2022 eine Rekordsumme von 11,5 Milliarden Euro in China.
Kürzlich kündigte Siemens einen Plan zur Erhöhung der Investitionen in China an. Dazu gehören zusätzliche Investitionen in Höhe von 1,1 Milliarden Yuan in Sachanlagen für den Standort des Unternehmens für industrielle Automatisierungsprodukte in der südwestchinesischen Stadt Chengdu.
Der deutsche Chemieriese BASF sieht China weiterhin als zukünftigen Wachstumsmarkt und ist bereit, sein Geschäft in China zu stärken, um seine Entwicklungsdynamik fortzusetzen.
Nach Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung nehmen die deutschen Direktinvestitionen in China weiter zu. Laut einer von der Deutschen Handelskammer in China im Juni veröffentlichten Umfrage planen rund 55 Prozent der befragten deutschen Unternehmen, ihre Investitionen in China in den kommenden zwei Jahren zu erhöhen.
"Um eine langfristige Entwicklung in China zu erreichen, planen wir den Aufbau einer zweiten Produktionsstätte und eines Logistikzentrums in Südchina, um dem sich zunehmend entwickelnden chinesischen Markt gerecht zu werden", sagte Benz.
In den nächsten fünf Jahren wolle Big Dutchman seinen Produktionswert in China auf 1,5 Milliarden Yuan steigern und weiterhin am Wachstumspotenzial des chinesischen Marktes teilhaben, fügte Benz hinzu.
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